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CutUp-tions-Angst

Im Zweifel für den angeklagten Naziverbrecher.
Wir brauchen eine Angelrute, ein Telefonzelt, ein Klaftermaß, einen halben Meter Plastikschlauch, ein Meßglas, einen Trichter, eine  zehn Meter lange Schnur und einen Knallfrosch.
Im Zweifel für den angeklagten Wirtschaftskriminellen.
Wir brauchen zwei Zehn-Kronen-Scheine, fünf alte Zeitungen und einen Schraubenschlüssel.
Im Zweifel für den korrupten Politiker.
Wir brauchen eine Leiter, einen Handwagen, zwei Meter Hanfschnur, einen Gabelstapler und einen Kasten Bier.
Im Zweifel für den langhaarigen, bärtigen Demonstranten?
Wir brauchen einen guten Franzosen, ein Pornoheft und einen Seemannsballon.
Im Zweifel für den Kommunisten?
Ich habe ein erotisches Verhältnis zur Wahrheit.
So ein Glück, an die erste postmoderne Nutte in Moskau zu geraten.
Immer noch schlimmer als der schlimmste Kommunist ist die Kommunistin.
Wir fürchten uns vor den Folgen des Passivrauchens, während unsere Großeltern sich davor fürchteten, von einer Kugel oder einer Bombe zerfetzt zu werden.
Die Sexualität der proletarischen Frau, der Kommunistin ist darauf aus, den Mann zu kastrieren und zu zerfetzen.
Das ist nämlich der große Mythos unserer Zeit: daß ein Ort, nur weil es dort einen McDonald's gibt und MTV und man mit American Express bezahlen kann, genauso ist wie alle anderen Orte auf der Welt - er hat keine Vergangenheit mehr, es ist das Jahr Null. Aber das stimmt nicht.
Unsere Geschichte ist gestohlen worden - verstümmelt und angeschwärzt durch die Verleumdungen unserer Feinde, bis die Menschen die  Orientierung verloren haben.
Die Nacht wird uns führen als Versteck unserer Schatten.
Sie werden uns nicht kriegen.




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